Hausberg 2

Schnell nochmal auf den Hausberg
 
 
 
26. Dezember 2020, Stefani-Tag
 
Es ist der erste Tag des 3. „harten“ Lock-Downs in Österreich, kein Gottesdienst weit und breit, und Zeit für Bewegung – also: Kulmspitze!

Diesmal bin ich allein – genug Zeit, um was Sinnvolles zu bedenken oder zu tun während des Gehens. Aber was könnte ich tun? Als erstes kommt mir in den Sinn: einen neuen Rekord aufstellen. Allerdings: da bräucht‘ ich eine Zugmaschine, sprich: einen, der schneller ist und mich ‚zieht‘; außerdem habe ich zu viele Kekse im Bauch (Danke, Oma!) – das fällt also aus. Naja, vielleicht geht sich ein „Tür-zu-Tür“ – Rekord aus, wenn ich schnell Autofahre… Blödsinn.

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Das verschwundene Kreuz

Das verschwundene Kreuz

1. März 2021

Die Schartwand im Tennengebirge mit ihrem Glaskreuz hat mich immer schon angezogen, aber die mehr als 1400 Höhenmeter auch wieder abgeschreckt. Doch dann fanden wir eine Lösung:

Wir sind mit der Seilbahn auf die Bischlinghöhe gefahren. Von dort nach Norden runter, zur Talstation des Ladenberg-Sesselliftes. Auffellen! Zuerst muss man über den Schnapfenriedel drüber, 60 Hm rauf, um dann auf einem Forstweg zur Laubichlalm wieder mehr als die Hälfte davon zu verlieren. Felle wieder runter? Wir entscheiden uns dagegen.

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Wem ich folge…

Wem ich folge…

6. Februar 2021

Der Kilnprein ist ein Nock-Riese, formschön und ein richtiger Schiberg.
Es gibt zwei Routen von Turrach aus: die eine, die ich mir Zuhause zurechtgelegt hatte, geht im Grunde immer schön westwärts den Steinbachgraben hinein bis hinauf zum Steinbachsattel, und von dort nach Norden über die schönen, freien Südhänge des Kilnpreins zum Gipfel. Die andere geht auch westwärts los, biegt aber früher oder später nach rechts, den zum Teil steilen Wald hinauf zum langgezogenen Ost-West-Rücken.
 

Graukogel

Hüttenkogel, unvollendet, in vieler Hinsicht

16. Jänner 2021

Die Tour beginnt beim Parkplatz des Sesselliftes der Graukogelbahn. Da stehen schon viele Autos. Wir schnallen an, bei -7 Grad (gefühlt -13), und gehen los. Ich ahne, dass Gabi, meiner Frau schnell kalt werden wird, und dass sie’s eilig haben wird. Ich meinerseits bin – wie sie – seit Mittwoch auf Kur in Bad Gastein, habe also zu wenig gegessen, zu viele Trainings absolviert, und neue Tourenschi. Die sind zwar leicht, aber mit dieser Bindung mit den beiden Zähnen beim Vorderbacken ausgestattet, die einfach nicht richtig beißen wollen. Jedenfalls geht sie mir öfter auf während des Anstiegs – muss halt noch üben.

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Hausberg

Nur schnell mal auf den Hausberg
 
 
 
5. Dezember 2020, Krampus-Tag
 
Viel Zeit haben wir nicht, aber ein bisschen doch, also sollte die Anfahrt kurz und die Tour-Länge überschaubar bleiben: da bietet sich der Hausberg an. Das ist, seit wir 2012 in den Attergau gezogen sind, die  Kulmspitze. Es ist kalt, aber schön. Der Weg mit der Nummer 1 (später Weg Nr. 4) beginnt bei einem großen Holzlagerplatz, führt an einem Freilaufgehege für Schweine vorbei und durch den Wald hinauf.
 

About

 
Wander- und Schitouren-Blog für Angsthasen und andere Bergliebhaber/innen
 
Von Fritz Neubacher
 

 

 

 

 

 

 

 

Vielleicht war es am 15.7. 2018, an dem Tag als Frankreich durch ein 4 : 2 über Kroatien Fußballweltmeister wurde. Wir waren auf dem Tschekelnock, 1894m, in den Gailtaler Alpen in Kärnten. Es regnete leicht als wir losgingen – jede Menge Gründe, sich zu ängstigen. Wir machten Gipfelfotos im Sonnenschein. Es war schwül, und fast wäre das abschließende Bad im Ossiachersee dem heraufdräuenden Gewitter zum Opfer gefallen. Fast – denn wieder einmal konnte ich dank der Hilfe meiner Frau – „das Gewitter ist gaaaanz weit weg“- meine Angst überwinden und noch schnell in den See springen. Wobei es mordsmäßig donnerte…

Mein Freund Martin Kugler hat mich motiviert: Schreib einen Blog darüber. Gut, Blogs über Bergtouren und Wanderungen gibt es genug. Allerdings sind die Schreiber meistens sportliche Superhelden, die ohne Angst und mit der Kraft von Super- und der Haftfähigkeit von Spiderman zu den Gipfeln fliegen, und in Rekordzeit wieder runter kommen…

Das hier ist ein Tourenblog für Normalos, die auch ein bissl Angst haben. Ich finde die Touren, die in den bekannten Wanderführern ausgewiesen sind mit: „keine ausgesetzten Stellen“; die blaue (leicht) oder maximal rote (mittel) Bewertungen haben, eigentlich fad, aber auf die schwarzen (schwer) schiele ich mit einer Mischung aus Angst und Faszination. Ich habe großen Respekt vor Schlechtwettereinbrüchen und den Folgen für den Bergsportler; und ich liebe die Einsamkeit von nicht markierten und nicht beschriebenen Wegen – fürchte aber, mich zu verkoffern, oder von Schlangen gebissen zu werden, oder oder.

Außerdem ist es ein Blog eines glaubenden Menschen. Ich bin evangelischer Pfarrer. Allein von daher wird sich der eine oder andere geistliche Seiten- oder Hauptgedanke nicht verdrängen lassen – er wird einfließen.

Viel Spaß beim Lesen!